Glossar

Automation, KI, Agenten, AI Act — zum Nachlesen.

Vier Kapitel, die die Begriffe hinter agentischer Automatisierung ausführlich erklären — mit Beispielen aus der Praxis und Zeichnungen. Geschrieben für Entscheider und Fachabteilungen, nicht für Forscher.

Die Entwicklung

Wie es zu Agenten kam.

Skripte & APIsSysteme verbinden1990er+RPABots bedienen Masken2015+ML / IDPDokumente verstehen2018+LLMsSprache & Kontext2022+AgentenErgebnisse übernehmen2024+REICHWEITE DER AUTOMATISIERUNG →
Abb. — Jede Stufe erweitert, was Software übernehmen kann; Agenten übernehmen erstmals Ergebnisse.

Die Geschichte der Automatisierung ist eine Geschichte wachsender Reichweite. Skripte und Schnittstellen verbanden Systeme, die dafür gebaut waren. RPA (ab ca. 2015) durchbrach diese Grenze: Software-Roboter bedienten jede Anwendung über deren Oberfläche — schnell eingeführt, aber starr, denn der Bot kann nur das Drehbuch, das man ihm gab. Machine Learning (ab ca. 2018 breit im Einsatz) brachte das Verstehen in den Prozess: Dokumente lesen, Fälle klassifizieren, Risiken schätzen. Die Durchlaufquoten stiegen — doch jede echte Ausnahme landete weiter beim Menschen, weil den Modellen die Sprache und der Kontext fehlten.

Genau das änderten große Sprachmodelle (ab 2022): Software konnte plötzlich lesen, argumentieren und formulieren. Der letzte Schritt ist der zu Agenten (ab ca. 2024): LLMs bekommen Werkzeuge, mit denen sie in echten Systemen handeln, und eine Schleife, in der sie wahrnehmen, planen, handeln und sich selbst prüfen. Damit übernimmt Software erstmals Ergebnisse statt Schritte — und damit beginnt die eigentliche Arbeit: Identität, Grenzen, Aufsicht und Nachvollziehbarkeit, denn Handlungsfähigkeit ohne Governance ist kein Fortschritt, sondern ein Risiko.