Ein sehr großes neuronales Netz, trainiert auf einem erheblichen Teil aller je geschriebenen Texte, mit einer scheinbar simplen Aufgabe: das nächste Wort vorhersagen. Aus dieser Aufgabe, milliardenfach geübt, entsteht etwas Bemerkenswertes — die Fähigkeit, Sprache zu verstehen, Wissen abzurufen, zu argumentieren und Anweisungen zu befolgen. LLMs sind der Motor agentischer Systeme: Sie liefern das Sprach- und Weltverständnis, das klassischer Automatisierung immer gefehlt hat.
Heutige Spitzenmodelle werden danach mit Reinforcement Learning weitertrainiert: Sie denken vor der Antwort in Zwischenschritten, prüfen Lösungswege und korrigieren sich. Das macht sie bei Logik, Code und mehrstufigen Aufgaben deutlich stärker – aber nicht fehlerfrei, und jeder Denkschritt kostet Zeit und Token.
Genauso wichtig ist, was ein LLM nicht ist: keine Datenbank, kein Rechenwerk, keine Quelle von Garantien. Es erzeugt plausible Antworten — deshalb braucht es im Unternehmenseinsatz Belege, Prüfungen und Grenzen.